Science Slam 2022 @ DHBW Stuttgart

Muss Wissenschaft denn immer trocken sein? NEIN! Beim Science Slam präsentierten Lisa Baltus, Lena Niethammer und Sophia Wienicke, drei frisch gebackene DHBW-Absolventinnen, ihre Bachelorarbeitsthemen auf unterhaltsame und augenzwinkernde Art, kurz und knackig. Die Einladung der Bank…Verbindung stieß auf große Resonanz: zu Gast waren über 50 Interessierte, darunter nicht nur Mitglieder der Bank…Verbindung, sondern auch viele Studierende der DHBW sowie Absolventen.

Bei Fingerfood und Kaltgetränken gab es zunächst ausreichend Gelegenheit, um miteinander ins Gespräch zu kommen, sich näher kennenzulernen oder einfach wiederzusehen. Im Anschluss an ein Speed-Dating in kleineren Gruppen, hieß es dann Bühne frei für die Slamis. Lena zeichnete ein eingängiges Bild der komplexen Vorschriften, die Basel IV mit sich bringt. Dabei endete sie mit der Frage, ob die Regelungen, die für mehr Sicherheit im Bankensystem sorgen sollen, nicht auch eine Bedrohung darstellen. Daran schloss sich Sophias Vortrag an, bei dem sie die Auswirkungen der EU-Taxonomie mit der Großbaustelle Stuttgart 21 verglich. Dabei navigierte sie die Teilnehmenden sicher durch einen Schilderwald, komische Kreuzungen und plötzliche Abzweigungen. Schließlich beleuchtete Lisa anschaulich das Thema Green Finance und erklärte die feinen Unterschiede zwischen Waldgrün, Moosgrün, Limettengrün und Jadegrün, um dann zu fragen, wo Tim Bendzko sei, um die Welt zu retten.

Das Format war hochgradig interaktiv, zwischen den Vorträgen bewerteten die Teilnehmer die Darbietungen und bestimmten so, welcher der Vorträge am genialsten war. Schließlich war es Sophia, die den ersten Platz machte und freudig ihren Pokal entgegennahm. Ein besonderes Highlight war das anschließende World Café, bei dem die Gäste in drei kurzweiligen Sessions die Möglichkeit hatten, mit den Vortragenden ins Gespräch zu kommen. Dabei gab es zahlreiche Fragen der Studierenden zum wissenschaftlichen Arbeiten und viele interessante Einblicke der Berufserfahrenen. Sowohl die Vorträge als auch die fruchtbaren Diskussionen förderten maßgeblich die Weiterbildung der Beteiligten und intensivierten den Kontakt zwischen Studierenden und Absolventen.

Für einen entspannten Ausklang ging es anschließend ins nahe gelegene Joe Peña’s, um gemeinsam auf den Tag anzustoßen. Zusammenfassend war die Veranstaltung ein tolles neues Format, zu dem wir viel positives Feedback erhielten. Deshalb freuen wir uns, diese Veranstaltungsreihe im kommenden Jahr weiterzuführen – Fortsetzung folgt! Sobald es Neuigkeiten gibt, werden wir diese auf unterschiedlichen Kanälen rechtzeitig veröffentlichen. Bereits heute können wir freudig verkünden, dass Sophia ihren Vortrag in aktualisierter Form, die Regulierung entwickelt sich schließlich weiter, auf dem Banker…Treffen im April 2023 darbieten wird. Wir sind gespannt! Abschließend möchten wir uns ganz herzlich bei den Hauptpersonen des Tages, Lisa, Lena und Sophia, bedanken, die mit ihren Ausarbeitungen ganz wesentlich zum Erfolg dieses Tages beigetragen haben. Ihre ganz persönlichen Erfahrungen haben die drei selbst beschrieben. Bedanken möchten wir uns außerdem bei Jannik, der leider kurzfristig seinen Slam absagen musste, sowie Prof. Dr. Thorsten Wingenroth, der maßgeblich zum Gelingen dieses Events beitrug.

Eindrücke

Ich fand die Erfahrung, am Science Slam mitzuwirken, sehr wertvoll. Ich musste mich in mein Bachelorarbeitsthema, was mich seit Monaten verfolgt, nochmal komplett neu reindenken. Meine Hauptfrage hatte ich schon bei meinem Einstieg angesprochen: Wie kann ich so ein trockenes Thema einfach und zugänglich erklären? Zudem habe ich echt um die Ecke denken müssen, wie man das Ganze in einem anderen Format präsentieren kann. Ich denke, dass wir im Berufsleben häufig auf die vorgefertigten Corporate-Design Folien zurückgreifen. Durch die kreative Betrachtung meines eigenen Themas habe ich gelernt, auch komplexe Sachverhalte über ein Bild verständlich darzustellen. Von daher würde ich jedes Mal nochmal daran teilnehmen, ob als Slamer oder als Zuhörer. Für die jüngeren Studenten war es mit Sicherheit auch eine gute Gelegenheit, zu erfahren, wie andere in ihrer Bachelorarbeit vorgegangen sind.

Sophia Wienicke

Mir hat der Science Slam sehr gefallen und es hat wirklich Spaß gemacht, das wissenschaftlich erarbeitete Thema einmal auf lockere Art anderen zu präsentieren. […] Der Mehrwert der Veranstaltung besteht für mich auf jeden Fall im Aufbau eines Netzwerkes durch die vielen Gespräche und Pausen. Des Weiteren ist es auch Klasse die eigene Thematik raus in die Welt transportieren zu können und auch darüber im Anschluss zu diskutieren. Auf diese Weise kann man auch neue Ideen bzw. Erkenntnisse gewinnen.

Lisa Baltus

Ich bin ehrlich, als ich das erste Mal von der Idee der Veranstaltung erfahren habe und gefragt wurde, als Slamerin teilzunehmen, hat es mich Überwindung gekostet, zuzusagen. Aber ich bin froh, teilgenommen zu haben. Einerseits weil es Spaß gemacht hat, die doch gerne trockenen Themen der Bankenwelt mal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten und anderseits, weil die Veranstaltung als Ganzes sehr gelungen war. Neben leckerem Essen hatte man viel Zeit, sich mit verschiedenen Leute zu unterhalten und sich auszutauschen. Auch die tolle Location hat zu einer entspannten Atmosphäre beigetragen bzw. sich unterstützt. Dies hat das "Slamen" erleichtert und Aufregung genommen. Alles in allem war die Veranstaltung sehr kurzweilig. Zudem hatte ich den Eindruck, dass nicht nur wir Slamerinnen Spaß an der Veranstaltung hatten, sondern auch die "Besucher" :)

Lena Nieth

Autorenteam Ole Johannsen und Dr. Hagen Rafeld

Ole Johannsen
Consultant Kreditrisiko
d-fine, Frankfurt am Main
DHBW Villingen-Schwenningen 2015

Dr. Hagen Rafeld
Head of Operational Risk
Goldman Sachs Bank Europe SE, Frankfurt am Main
DHBW Ravensburg 2003